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26. Oktober 2007, 19:30 Uhr
Raum und Zeit Was ist das eigentlich? Physikalische und philosophische Betrachtungen
Vortrag mit Wolfgang Beyer
Raum und Zeit erscheinen uns als Selbstverständlichkeiten, die sich nicht weiter hinterfragen lassen
. Eine genauere Betrachtung zeigt jedoch, dass sich dahinter ganz unerwartete, spektakuläre Phänomene und Strukturen verbergen. Wir wagen uns auf einen Streifzug durch Einsteins Gedankenwelt...
Raum und Zeit bilden eine Einheit. Die Unmöglichkeit schneller als das Licht zu reisen, die Relativität von Längen und Zeiträumen, die in der Science-Fiction-Literatur gerne aufgegriffen wird, und der Magnetismus erweisen sich als Folge dieser Einheit. Raum und Zeit sind krumm. Die Folge davon erfahren wir als Gravitation. Anhand eines kleinen Experiments versuchen wir zu verstehen, wieso Gegenstände eigentlich zu Boden fallen. Physiker diskutieren die Existenz verborgener Dimensionen des Raumes. Mit ihrer Hilfe könnte man alle bekannten Naturkräfte als Folge der Struktur von Raum und Zeit erklären. Man vermutet, dass es 7 solcher Dimensionen gibt. Mit dem Urknall entstand nicht nur die Materie, sondern er gilt auch als der Beginn von Raum und Zeit. Nach dieser Idee von Steven Hawkins hätte es ein "Nichts vor dem Urknall" nie gegeben "Ein Zeitpunkt 1 Sekunde vor dem Urknall ist genauso unsinnig wie eine Stelle 1km nördlich des Nordpols." Dieser Aspekt berührt auch den Begriff der Schöpfung, unter dem wir gewöhnlich einen Übergang von einem Nichts zu einem Etwas verstehen. Denn zu allen Zeitpunkten, die es jemals gegeben hat und von denen überhaut die Rede sein kann, hat der Kosmos offenbar bereits existiert. Eine Schöpfung ohne Ursache, da ohne Vergangenheit? Wir diskutieren die philosophischen Konsequenzen. Eine genaue Betrachtung zeigt, dass das Fließen der Zeit, so wie wir es erleben, nicht aus den bekannten physikalischen Gesetzen hergeleitet werden kann. Es ist nicht einmal mit Worten oder Formeln präzise beschreibbar. Ist es eine Illusion?
Keine Panik! Das hört sich alles reichlich unvorstellbar an. Vieles lässt sich jedoch durch Gleichnisse veranschaulichen. Ungeachtet vieler offener Fragen werden wir zu der Einsicht geführt, dass die Natur jenseits unseres unmittelbaren Erfahrungshorizonts faszinierende Phänomene bereithält, die trotz ihrer Fremdartigkeit in vielen Aspekten die Grundlage für unsere Existenz bilden.
Dr. rer. nat. Wolfgang Beyer ist Physiker und arbeitet im Laser-Forschungslabor der Ludwig-Maximilians-Universität München in Großhadern. In seiner Freizeit schreibt er Artikel für Wikipedia, die freie Enzyklopädie im Internet - vor allem in den Bereichen Physik und Astronomie. Er befasst sich besonders gerne mit Themen aus dem Grenzgebiet von Naturwissenschaft und Philosophie. In seinen Vorträgen gelingt es Wolfgang Beyer meisterlich, interessierte Menschen für seine Themen zu begeistern.
Unkostenbeitrag: 7 Euro
Beachten Sie bitte unsere Teilnahmebedingungen (siehe Seite “Kontakt”)
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