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Seit einigen Jahren wird der Islam in Deutschland und Europa mehr und mehr zu einer “Bedrohung für unsere Kultur” stilisiert. Dabei gibt es in deutschen Medien kein einheitliches Bild vom Islam. Es haben sich aber - wie bei anderen Themen auch - bestimmte Darstellungstraditionen entwickelt. Diese Rituale der Darstellung speisen sich sowohl aus äußeren Ereignissen, als auch aus den Erwartungen von Medienmachern und Mediennutzern, die wie ein Filter wirken und bestimmte Fakten zur Kenntnis nehmen, andere dagegen nicht. Hieraus ergibt sich eine subjektive Einschätzung der Lage, die im Seminar genauer beleuchtet werden soll. Denn Mediendarstellungen können unsere persönlichen Erfahrungen nicht ersetzen - aber doch fleißig mitstrukturieren. Darum ist ein Bewusstsein für bestimmte Abläufe immer hilfreich - nicht nur in Bezug auf das Islambild.
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